Zähne sind eigentümliche Erscheinungsgebilde.
Sie werden als Schmuck innerhalb charmanten Verhaltens gezeigt,
sie sind ebenso ein Aggressionsmittel;
sie perlen dahin bei gezieltem Lächeln,
sie verändern die Physiognomie bei geringster Veränderung ihrer Stellung,
sie erzeugen Jugendlichkeit des Äußeren und ihr Fehlen lässt den Träger schon in jungen Jahren vergreisen.

Kein Wunder also, dass die zahnärztliche Technik und Praxis,
wenn auch verspäteten Könnens, sich dieser Frage annahm,
kein Wunder daher, dass gerade der Schmuckwert selbst der beginnenden Ära falscher Zähne
bei weitem von größerer Wichtigkeit wurde als der reine Zweck des Kauens.

Annemarie Leibbrand-Wettley